Was hilft gegen Kleider-Motten?

Die Kleider-Motte ist ein weltweit verbreiteter Schädling. Die gelb bis dunkelbraun gefärbten Tiere können eine Größe von bis zu 1,5 cm erreichen (Flügelspannweite). Die Kleider-Motten ernähren sich in freier Natur von Tierhaaren, die sie bevorzugt in den Nestern von Vögeln finden. Typischerweise gelangen die Kleider-Motten über geöffnete Fenster in menschliche Behausungen und legen dort in Schränken und Lagerräumen ihre Eier ab. Nach dem Schlupf, befallen die Larven der Kleider-Motten alle Textilien die aus tierischen Stoffen bestehen, z. B. Wolle, Pelze, Federn und sogar Polstermöbel. Dort verursachen sie die typischen Fraßspuren in Form von durchlöcherter Kleidung.

Um den Befall durch Kleider-Motten sicher nachzuweisen, ist das Aufstellen von speziellen Pheromonfallen zu empfehlen. Diese verströmen einen Sexuallockstoff, der die Kleider-Motten anzieht und mittels einer Klebefläche fixiert. Befinden sich nach wenigen Tagen Motten in der Falle, kann man sich davon ausgehen das es sich um Kleider-Motten handelt. Eine Pheromonfalle kann den Bestand an Motten nur dezimieren, aber nicht auslöschen. Außerdem werden durch den Lockstoff weitere Motten von außen angezogen.

Bekämpfung der Kleidermotte

Zur biologischen Schädlingsbekämpfung eignet sich ein Gegenangriff mit speziellen Schlupfwespen. Dabei handelt es sich um Nützlinge, die sich ausschließlich von den Eiern der Kleider-Motten ernähren und so die Schädlingspopulation vernichten. Die Schlupfwespen leben so lange, bis noch Motteneier zur Verfügung stehen. Sind alle Motten ausgerottet, sterben auch die Schlupfwespen ab. Die Schlupfwespen sind im Fachhandel, in Form von mit Eiern bestückten Pappkärtchen erhältlich. Diese Kärtchen werden mind. 3x im Abstand von 2-3 Wochen direkt neben den befallen Kleidungsstücken aufgestellt.

Darüber hinaus, gibt es zahlreiche Hilsmittel zur Kleider-Motten-Abwehr, die auf der Vertreibung durch Duftstoffe basieren. Zu diesem Zweck werden kleine Hölzer von Zedern, Zirbelkiefern oder Niembaum in die Schränke gelegt. Mit Lavendel befüllte Duftsäckchen dienen ebenfalls der Abwehr von Kleider-Motten. Die Schädlinge mögen den starken Geruch dieser Stoffe nicht und legen ihre Eier woanders ab. Auf Düften basierende Mittel, können jedoch nur einen Mottenbefall verhindern, sind Textilien bereits von Kleidermotten befallen, kommen diese Methoden zu spät.

Um bereits von Kleider-Motten betroffene Kleidungsstücke von den Schädlingen zu befreien, ist es sinnvoll, die Kleidung für einen Tag im Gefrierschrank einzufrieren, oder so heiß wie möglich zu waschen. Betroffene Schränke sollten häufig mit dem Staubsauger ausgesaugt und anschließend mit Essig Essenz ausgewaschen werden. Die altbekannten Mottenkugeln enthalten stark riechende, chemische Stoffe, die von den Kleider-Motten als sehr unangenehm empfunden werden. Sie sind wirkungsvoller als der Einsatz von Zedernholz oder Lavendel.

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